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Dienstag, 03.10.06

Wecker rappelte 7 Uhr, gefolgt vom Giessgeräusch unserer Gartenjungs die nichts Besseres zu tun hatten als um die Uhrzeit den Garten zu wässern. Da die Wasserleitung just unter meinem Zimmer verläuft, bin ich bei jedem Liter life dabei. Naja ich wollte ja eh früh lernen für die Luftrechtprüfung. Gesagt, getan. Nach einer weiteren Episode Namibian Air Law, gehe ich meine Wäsche waschen und zum Frühstück. Es scheinen mal wieder neue Gäste am frühen Morgen angekommen zu sein. Ich schiebe mir was zwischen die Zähne und begebe mich wieder zu den Büchern. In meiner kurzen Pause, gehe ich fix mal in die City um nach einem Busfahrplan zu fragen. Will die Tage ja irgendwie nach Swakopmund fahren. Die erste Touriinfo hat nix und somit gehe ich zur nächsten am Busbahnhof. Staff unterwegs. Toll. Ich gehe also Richtung Puccini zurück und halte kurz an einem Travel Agency und frage da nach. 7:00 und 165N$. Zurück in der Herberge Sachen packen und ab zur Zahlstelle für den Test. Dort angekommen hat der Kassiere auch noch Mittagspause. Soll aber 14:00 wieder da sein. 14:17 kam er. Afrikazeit halt. In windes Eile begebe ich mich zur DCA. Zum Glück ist die Prüfungstante auch noch unterwegs. Julianna fragt ob ich mich gut vorbereiten konnte und ob ich das dicke blaue Buch bekommen hätte. Blaues, dickes Buch? Mhh, das hat wohl nix mit dem Süd Afrika Air Law Buch zu tun. Siehe da, Namibia besitzt seit 2001 ein eigenes Buch für Luftrecht. Etwas genervt warte ich auf die Tante und blättere darin rum. Zu viel, zu wenig Zeit. Auf meine Frage bezüglich Foreign Aircraft, kann mir auch niemand eine Antwort geben. Ich bekomme den Test mit dem Satz: Wenn du den nicht schaffst, weiss ich auch nicht was wir machen sollen. Und ja, er war nicht sehr schwer. Dachte ich. 2 Dinge waren etwas unklar, z.B. white dumb bell, Hä? Ich gab den Test ab und wurde gleich für ein paar Fragen zurückzitiert. Ich blieb für den Rest der Korrektur gleich vor Ort. Die Fehlerrate nahm mal wieder zu. Doch konnte ich es mir bei einigen Fragen nicht erklären. Nach der Korrektur zückte ich kühn mein Luftrechtbuch und verglich meine Antworten mit der Bewertung. Wieso standen im Buch Dinge, die mir als falsch angekreidet wurden? Ich fragte nach und bekam die Antwort: Im Pilotshop sind nie die aktuellen Versionen des Luftrechts erhältlich. Nun ja, dafür das Ihr Buch von 2001 und meins von 2003 war, fand ich es doch sehr gewagt von Ihr so was zu behaupten. Es kostete mich über eine halbe Stunde Diskussion was denn nun richtig ist. Gefolgt von einer Frage: Woher ich denn als einzigster wüsste, das man ab 10000ft bei einer Flugzeit von mehr als 30min. Sauerstoff mitnehmen muss, wo doch jeder andere mit Ihr herumstreite, dass man dies erst ab 12000ft bräuchte. Zum Glück war wieder mein schlaues Buch zur Hand und gab Aufschluss. Sie war auf jeden Fall nicht bereit die Dinge die zu meinen Ungunsten ausgelegt wurden zu berichtigen. Es kostete mich eine weitere halbe Stunde um sie davon zu überzeugen, das doch wenigstens eine Antwort drin sein müsste zu ändern um den beschissenen Test zu bestehen. Die Diskussion hatte den Grundsatz, was könnt e ich Ihrer Grosszügigkeit entgegenbringen. Strange. Die Situation kippte zu dem Tenor, du bist ja in Swakopmund weit weg und ich sehe dich bestimmt nicht wieder. Trotzig nahm sie meine Formulare entgegen und auf einmal muss nun auch meine Radiolizenz gewandelt werden. Fuck off. Nur noch ins Puccini dachte ich. Dort angekommen musste ich mich erstmal aufregen und gleichzeitig abreagieren. Ich rief also im Tower an und fragte was mit der Validation fürs AZF nötig ist. Man gab mir eine Handynummer und ich rief an. Eine Frau nahm ab und ich schilderte Ihr mein Anliegen. Siehe da, sie kam aus Deutschland und das Gespräch vereinfachte sich etwas. Wie verabredeten uns für Freitagnachmittag und ich ging noch mal kurz mit dem Bike los, Geld holen und eine Telefonkarte kaufen. Danach duschen und ab in die Vine Bar. Ein gediegenes Lokal auf einer Anhöhe am Stadtrand. Lecker Essen und Wein. Gulaschsuppe, wie sie in Ungarn nicht besser sein könnte. Wir schnackten noch bis 24:00 dort und suchten uns ein Taxi zum heimfahren. Dort quatschten wir noch bis 01:00 in der Küche. Müde, genervt und zum Glück noch motiviert.
23.10.06 11:52
 


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